08.02.2019

Hafen Wien beherrscht auch den Dampflok-Umschlag

Das trimodale Logistikzentrum im Herzen der Bundeshauptstadt etabliert sich als Schwergut-Drehscheibe

Hafen Wien beherrscht auch den Dampflok-Umschlag

Am 6. Februar 2019 wurde im Hafen Wien Freudenau eine 103 Tonnen schwere Dampflokomotive von der Schiene auf ein Binnenschiff umgeschlagen. Die 78 Jahre alte Maschine, die bis vor kurzem im Eisenbahnmuseum Schwechat zu sehen war, reist jetzt über die Donau in ein Dampflok-Ausbesserungswerk in der Sofia (Bulgarien), um dort betriebsfähig aufgearbeitet zu werden.

Den Umschlag im Hafen Wien übernahm ein 300 Tonnen Mobilkran der Firma Gruschina. Drei Lkw mit Ballastgewicht für den Kran waren notwendig, damit dieser die Lok auf das Schiff verheben konnte.

Die erste Inbetriebnahme der insgesamt 103 Tonnen schweren Lokomotive erfolgte am 13. August 1941 bei der damaligen Deutschen Reichsbahn. Gebaut wurde sie in den Škoda Lokomotiv-Werken in Pilsen in der heutigen Tschechischen Republik. Fahrzeughalter und zuständiges Energieversorgungsunternehmen ist die Schweizer TEE – TransEurop Eisenbahn AG. Diese sponsert auch die betriebsfähige Aufarbeitung in Bulgarien.

Mit 3 Mio. m² Fläche, bewirtschaftet von rund 100 Unternehmen mit bis zu 5.000 Mitarbeitenden, ist der Hafen Wien eines der größten multimodalen Güterverkehrszentren in Österreich. Hier werden jährlich bis zu 7 Mio. Güter umgeschlagen. Seit 2015 engagiert sich der Hafen Wien zudem als professioneller Umschlagplatz für Schwerlastgüter mit einem leistungsfähigen Mobilkran und dem 4.000 m² großen Schwergutzentrum Albern, das im Regelbetrieb Laste bis zu 450 Tonnen abfertigen kann.

www.hafenwien.com

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