Bertschi AG urgiert politische Reformen in Europa

Bulk-Logistiker Bertschi AG erzielte 2015 ein starkes globales Wachstum und deutliche Effizienzsteigerungen im Europa-Geschäft

Bertschi AG urgiert politische Reformen in Europa

Der Firmenumsatz der Bertschi AG mit Sitz in Dürrenäsch in der Schweiz ist 2015 zu konstanten Wechselkursen um acht Prozent gewachsen, in CHF hat er sich aber um vier Prozent auf 660 Mio. CHF (600 Mio. Euro) reduziert. Aufgrund der Expansion der weltweiten Aktivitäten und der Optimierungen im Europageschäft konnte Bertschi den Frankenschock weitgehend wegstecken und das gute Geschäftsergebnis des Vorjahres halten.

Das globale Wachstum des Unternehmens war 2015 überaus stark. Die Tankcontainerflotte in diesem Geschäftsbereich wurde um knapp 30 Prozent auf 7.200 Einheiten ausgebaut – parallel haben sich auch Umsatz und Ertrag entwickelt. Mittlerweile hat sich Bertschi nach gut vier Jahren Marktaufbau unter den Top 5 im globalen Tankcontainer-Markt etabliert.

„Die größte Dynamik ergab sich dabei in Asien, insbesondere in China. In unserem globalen Geschäftsbereich hat Asien im Laufe des Jahres Europa überholt“, sagt Hans-Jörg Bertschi, CEO der Gruppe. 2016 ist global nochmals ein erhebliches Wachstum geplant, auch wenn die weltweiten Rahmenbedingungen deutlich verhaltener sind als im Vorjahr.

In den nächsten fünf Jahren will Bertschi die starke Position im europäischen Markt festigen und gleichzeitig die globalen Aktivitäten weiter ausbauen. Die Chemische Industrie wird zunehmend global. Der Mittelstand, der die Endprodukte dieser Branche nachfragt (Wohnen, Mobilität, Elektronik, Konsum) wächst rasant, vor allem in Asien.

Trotz hoher Volatilität der Märkte, Risiken im Finanzsystem und wachsender politischer Unsicherheiten schätzt Hans-Jörg Bertschi die Chancen für das Unternehmen im Jahr 2016 positiv ein. Man sei überzeugt, mit kontinuierlichen Innovationen und neuen Projekten erfolgreich im Markt zu bestehen. Im globalen Markt will das Unternehmen weiter wachsen und die einseitige Abhängigkeit von der europäischen Wirtschaft reduzieren.

In Europa dürfte die Nachfrage aufgrund des schwachen Euros in diesem Jahr ansprechend sein, allerdings wird die expansive Geldpolitik der EZB an ihre Grenzen stoßen. Ohne politische Reformen dürfte die positive wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone mittelfristig nicht nachhaltig sein.

Bertschi plant 2016 erhebliche Investitionen in die IT, in neue Logistikinfrastrukturen und in die spezialisierte Containerflotte, die Ende 2015 aus rund 25.000 Einheiten bestand. Das Unternehmen beschäftigt 2.300 Mitarbeitende an 60 Standorten in 31 Staaten weltweit.

www.bertschi.com

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